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Landwirtschaft & Umwelt

Tierquälerei in Schlachthöfe: Wie viele Skandale braucht es noch?

Ein erneuter Skandal aufgedeckt von dem Verein gegen Tierfabriken (VGT), in einem AMA-zertifizierten Betrieb in Österreich erschüttert die Öffentlichkeit. Die Präsidentin von Tierschutz Austria MMag. Dr. Madeleine Petrovic fragt sich "Wie viele Skandale braucht es noch?"

Es ist genug!

Schluss mit der Tierquälerei in Schlachthöfen: „Die Bilder sind zutiefst verstörend und erschreckend. Dass so etwas in einem AMA-zertifizierten Betrieb in Österreich passieren kann, der gerade erst kontrolliert wurde, zeigt das das System in unserem Land kaputt ist und wie es um den Tierschutz bestellt ist.“, reagiert Tierschutz Austria Präsidentin MMag. Dr. Madeleine Petrovic bestürzt auf die seit Tagen diskutierten Bilder, die durch die Aufklärungsarbeit des Vereins gegen Tierfabriken (VGT) an die Öffentlichkeit gelangten. „Das ist kein Einzelfall.“, ist sich Petrovic sicher.

Bereits vor zwei Jahren hat Tierschutz Austria eine Studie in Zusammenarbeit mit dem Gallup-Institut durchgeführt, die zeigt: 87% der Österreicher:nnen wünschen sich eine einfache und transparente Kennzeichnung tierischer Lebensmittel nach Haltungsform und strenge Kontrollen, sodass sie sich auch auf diese Kennzeichnung verlassen können.

Tierschutz Austria fordert verpflichtendes Gütesiegel

„Das Ergebnis spricht eine klare Sprache und bestätigt die Forderung von Tierschutz Austria nach einem verpflichtendem Gütesiegel, das nicht nur die Herkunft, sondern auch die Haltungsbedingungen unserer Nutztiere, was übrigens ein furchtbarer Begriff ist, ausweist“, so die Tierschützerin. Die Zeit des Diskutierens und „Empört-seins“ sei vorbei.

„Die Politik ist JETZT gefordert. Bei der Umsetzung müssen Expert:innen und Tierschutzorganisationen mit ihrem Knowhow unbedingt eingebunden werden und stehen für eine konstruktive Zusammenarbeit zur Verfügung.“

Auch die heimischen Landwirte würden von einer größeren Transparenz profitieren, da sie sich dem Preisdruck aus dem Ausland vor allem durch Qualität stellen müssten. Eine reine Kennzeichnung der Herkunft ohne Tierwohl könnte zudem auch EU-Recht widersprechen, was zwei Rechtsgutachten nahelegen würden.

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